Die Herren waren bei Laune, der Rotwein schmeckte wie nie,
/: ob auch der Schweden Kartaune knapp vor's Gezelte spie. :/
Anstieß mit den hohen Kumpanen der Feldherr und lächelte Fein:
/: Es können nit zwei Hahnen auf einem Miste sein. :/
Bei Nürnberg da singen die Söldner des Herzog Wallenstei Steins Wort,
/: Es weht auf lustigen Schwingen durch's weite Lager fort: :/
"Herr Schwede, lasst euch mahnen, eur' Scharren schafft noch Pein,
/: Es können nit zwei Hahnen auf einem Miste sein. :/
Er ließ zum Sturme blasen, der Schwed' ward abgetan
/: da hub auf dem Todherbst-Rasen bei Lützen ein Rauftag an! :/
Gustav Adolf zu Gott und den Ahnen ging er in Wunden ein.
/: Es konnten nit zwei Hahnen auf einem Miste sein. :/
Und die bunten Scharen strömen, der Herzog Friedland zieht,
/: sie gröllen am Weg nach Böhmen mit Flüchen das derbe Lied, :/
und ind heiße Sinnen und Planen des Feldherrn blödet es drein:
/: Es können nit zwei Hahnen auf einem Miste sein. :/
Und wie die Karren rattern, die Fahnen treiben im Wind,
/: der Herzog sieht es flattern der finstre Herzog sinnt. :/
Der Vogel auf deinen Fahnen hat Krallen Wallenstein!
/: Es können nit zwei Hahnen auf einem Miste sein. :/